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Rilkes Gärten liegen »zwischen Tag und Traum« – in ihnen verweben sich Fantasie und Realität zu einem poetischen Gartenbild, das mit zum Schönsten gehört, das die deutsche Literatur zu bieten hat.

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184 S., mit 31 farbigen Abb.
gebunden mit SU
16,5 x 24 cm
2006
Dieser Titel ist vergriffen - keine Nachauflage!
ISBN: 978-3-7995-0161-3
€ 24,90*

PDF-Dateigröße: 787 kB

Frank Meier
Mit Kind und Kegel
Kindheit und Familie im Wandel der Geschichte

Kindheit und Familie sind Themen, die Menschen seit jeher bewegen. Doch gab es im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit überhaupt eine richtige Kindheit, oder waren Kinder eher kleine Erwachsene, die ihren Beitrag für die Familie leisten und oftmals schon früh arbeiten mußten?
Frank Meier spürt in seinem Buch anhand von historischen Quellen der Geschichte der Kindheit nach. Er beschäftigt sich mit Kinderspielen und Familienplanung, mit Kindsmord, Jugendkriminalität und Kinderarbeit und zeichnet so ein anschauliches Bild von Kindheit und Familie zwischen dem 9. und dem 18. Jahrhundert.
  • eine längst fällige, aktuelle Geschichte der Kindheit und Familie
  • ein aktuelles Thema
  • Geschichte anschaulich erzählt


REZENSIONEN
Karfunkel, # 66 (Okt./Nov.) 2006
Kindheit und Familie im Wandel der Geschichte – so lautet der Untertitel dieses Bandes aus dem Jan Thorbecke Verlag. Und es ist endlich ein Buch, das dieses interessante Thema nicht von der rein geschichtstheoretischen und –philosophischen Seite betrachtet, sondern mitten aus dem Leben erzählt! Wie sah es aus mit der Erziehung, welche Spiele gab es, wie sah man die Kinder, wie war das damals mit Schwangerschaft, Geburt, mit der Schule und der Ausbildung? Der Autor zieht immer die passende Quellenstelle heran, zitiert, untermalt, belegt. Und es werden so manche Begriffe erläutert, die man heute selbstverständlich benutzt, ohne zu wissen, was sie eigentlich bedeuten. Wer kommt z. B. darauf, dass man mit dem Kegel in „Kind und Kegel“ die ungewollten, kranken und behinderten Kinder meinte? Ein unterhaltsames, informatives Buch, das sich rundum zu lesen lohnt!

Rhein-Neckar-Zeitung, 22./23. April
»Das Thema Kindheit und Familie wurde schon vor Jahrzehnten gründlich erforscht. Bahnbrecher auf diesem Gebiet war der Kunsthistoriker Philippe Ariès, aber auch die Volkskundlerin Ingeborg Weber-Kellermann und die Soziologin Barbara Beuys förderten wichtige Erkenntnisse zutage. Jetzt erschien im Jan Thorbecke Verlag in Ostfildern Frank Meiers Untersuchung zur Kindheit im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, wobei der allgemein gehaltene Titel "Mit Kind und Kegel" diese zeitliche Eingrenzung nicht erkennen läßt. ("Kegel" nannte man in alten Zeiten das uneheliche Kind, das zwar zum Alltag der Gesellschaft gehörte, aber schwer benachteiligt war, nicht nur bezüglich seiner Karriere oder Erbfolge.)
Der Autor lehrt als Akademischer Rat an der Pädagogischen Hochschule Weingarten und versteht auch in seiner jüngsten Publikation, seinen Stoff schmackhaft aufzubereiten. Er arbeitet viel mit Zitaten, und auch Ausschnitte aus Märchen tragen zur Anschaulichkeit bei, etwa der Beginn von Aschenputtel, der die Patchwork-Familie vorstellt, in der sich erst nach vielen Turbulenzen alles zum Guten wendet. Meier geht den brisanten Problemen der mittelalterlichen Gesellschaft nach und stellt fest, dass in dem von ihm behandelten Zeitraum die Familie als wichtigste gesellschaftliche Organisationsform galt und Verheiratete angesehener waren als Ledige. Der Vater hatte die alleinige rechtliche Gewalt über seine Kinder, und ein unter Vierzehnjähriger durfte für eine Straftat nicht hingerichtet werden, wobei das genaue Alter eines Kindes im Mittelalter nur selten bekannt war.
Die spannend zu lesende Darstellung, die nachweist, dass bereits im Mittelalter die Kindheit als eigene Lebensphase angesehen wurde, behandelt Fragen wie Kinderwunsch und Familienplanung, Empfängnisverhütung (war ein bußwürdiges Vergehen) und Kindsmord, und macht deutlich, dass Kinder immer auch Probleme mit sich brachten. So äußerte ein Satiriker des 15. Jahrhunderts: "Weder das kleine noch das mittlere noch das große Kind kann man lieben. Das Kleinkind ist schwer aufzuziehen, und es läßt die Leute nachts nicht schlafen. Das mittlere Kind geht die Straße hinunter und muß vor Pferd und Wagen geschützt werden. Das ältere Kind streitet mit den Eltern um die Erbschaft ...".
Parallelen zu unserer Zeit tun sich mehrfach auf. Schon im Mittelalter wurden Neugeborene an der Klosterpforte abgesetzt, Vorläufer unserer Babyklappe, und auch Kindstötungen waren häufig. Zwischen 1503 und 1723 wurden allein in Nürnberg 67 Frauen wegen dieses Delikts hingerichtet. Neben diesen sozialen Problemen der mittelalterlichen Gesellschaft geht der Wissenschaftler auch auf Alltagsfragen wie Schwangerschaft und Säuglingspflege ein. Anhand der abgebildeten Ausgrabungsgegenstände erfährt man dazu etwas über das einstige Kinderspielzeug, und als weiterer Beleg dient Pieter Breughels Gemälde "Kinderspiele" von 1560. Kinderarbeit, Jugendkriminalität und Erziehungsmethoden sind weitere Themen des mit vielen mittelalterlichen Illustrationen ausgestatteten Buches, das auch Einblicke in die zeitgenössische Literatur gewährt. So hatte Gottfried von Straßburg schon um 1210 in seinem "Tristan" die negativen Folgen körperlicher Züchtigung für die Ausprägung des menschlichen Charakters geschildert. Fazit des Autors: Die Einstellung des Mittelalters gegenüber Kindern schwankte zwischen Liebe und Unerwünschtsein, zwischen Akzeptanz und Ablehnung.«
Titel, die mit diesem Titel von unseren Kunden bestellt wurden:
Janina Drostel: Einhorn, Drache, Basilisk Einhorn, Drache, Basilisk

Wie erlegt man einen Drachen, falls er einem zufällig begegnet? Und welche Menschen sind besonders gefährdet, sich in einen Werwolf zu verwandeln? Diesen und ähnlichen Fragen spürt die Mediävistin Janina Drostel auf ebenso amüsante wie informative Weise nach.
Hans-Dieter Otto: »Nach uns die Sintflut« »Nach uns die Sintflut«

Legendär sind Pracht, Intrigen und Verschwendungssucht an den Höfen des Absolutismus, allen voran dem glanzvollen Hof Ludwigs XIV. in Versailles. Doch auch deutsche Höfe wie der Augusts des Starken stehen dem Versailler Prunk kaum nach.
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Luchs und Biber, Wolf und Wiedehopf – Wildtiere, die seit hundert und mehr Jahren aus Deutschland verschwunden waren, kehren zu uns zurück. Seit einigen Jahren versucht man, dieses gezielt zu unterstützen und die Tiere bei uns wieder heimisch zu machen – oft mit großem Erfolg.
Frank Meier: Gefürchtet und bestaunt Gefürchtet und bestaunt

»Fremd ist jeder in der Fremde« – sagt ein Sprichwort. Doch was bedeutet Fremdheit eigentlich – und wo beginnt die Fremde?
Frank Meier spürt den verschiedenen Aspekten des Fremdseins im Mittelalter nach. Er berichtet von der Bedrohung durch fremde Völker wie etwa den Hunnen, aber auch von der friedlichen Expedition Marco Polos nach China.
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