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304 S., 1 Karte
16,5 x 24 cm
Leinen mit SU
2000
lieferbar
ISBN: 978-3-7995-7446-4
€ 37,84*


Martin Heinzelmann (Hg.)
L’ hagiographie du haut moyen âge en Gaule du Nord
Manuscrits, textes et centres de production
Beihefte der Francia, Bd. 52
Herausgegeben vom Deutschen Historischen Institut Paris

Das internationale wissenschaftliche Projekt SHG (Sources hagiographiques de la Gaule) hat sich zum Ziel gesetzt, die zahlreichen, aber oft nur schwer zugänglichen erzählenden Quellen der Hagiographie im frühmittelalterlichen Gallien für historische Fragestellungen aller Art nutzbar zu machen. Das bedeutet zunächst ihre Erfassung und Inventarisierung, wobei die verschiedenen Etappen und Versionen der Texte im Zusammenhang einzelner Heiligendossiers jeweils beschrieben, analysiert und datiert werden. Es wird dabei systematisch auf die zugrundeliegende Handschriftenüberlieferung zurückgegriffen, die ihrerseits beschrieben, lokalisiert und datiert wird. Diese spezifische Methode der Erschließung verbindet die Mehrzahl der englischen und französischen Beiträge des vorliegenden Bandes, in dem 52 hagiographische Texte von der Merowingerzeit bis zum 11. Jh. eine ausführliche Darstellung erfahren. Die 22 vorgelegten Heiligendossiers betreffen die gesamte Diözese Toul, die bedeutenden normannischen Klöster Jumièges und Saint-Wandrille (Fontenelles), sowie die Bretagne. Zwei weitere Beiträge illustrieren ebenfalls die Anwendung spezifisch hagiographischer Quellenkritik: Die nur in späten Handschriften belegten Viten der heiligen Sadalberga und ihrer Tochter Anstrudis, die beide als Hauptquellen für die pippinidisch-karolingische Expansion in zwei unterschiedlichen Perioden anzusehen sind, können aufgrund von Kriterien der Textkritik dem 7. und 8. Jh. zugewiesen werden, während im zweiten Beitrag die gleichen Texte zusammen mit späteren hagiographischen Quellen die Frühgeschichte des Klosters Gregoriental (Munster) im Elsaß beleuchten, wo der Kult Gregors des Großen durch angelsächsischen Einfluß schon im 7. Jh. zur Gründung eines Klosters mit dem Patrozinium des Kirchenvaters führte. – Die Autoren des von Martin Heinzelmann (DHIP) herausgegebenen und auch durch ein Heiligen- und Handschriftenregister erschlossenen Bandes sind Michèle Gaillard (Paris XIII), Monique Goullet (CNRS-Paris I), John Howe (Texas Tech University), Bruno Judic (Tours) und Joseph-Claude Poulin (Laval, Québec).

Le projet de recherches international SHG (Sources hagiographiques de la Gaule) se propose de faciliter l’accès de tous les historiens à l’ensemble de la documentation hagiographique narrative de la Gaule du haut moyen âge, documentation importante, mais souvent difficilement exploitable. L’objectif de l’entreprise comprend dans un premier temps l’inventaire le plus complet possible des sources, un inventaire qui sous-entend l’identification des différents étapes ou versions des textes qui est suivie par une analyse littéraire et historique respective, et une datation. Dans cette perspective, il est indispensable de recourir de manière systématique aux manuscrits dont la tradition est également inventarisée, analysée, et datée. La majorité des contributeurs du volume présent illustre cette approche spécifique aux sources hagiographiques narratives dont une bonne cinquantaine, de l’époque mérovingienne au XIe siécle, est étudiée de près: il s’agit des dossiers des saints du diocèse de Toul (Monique Goullet), des monastères de Jumièges et de Fontenelles (John Howe), et d’une partie de la Bretagne (Joseph-Claude Poulin). Une contribution de Michèle Gaillard traite des Vies des saintes Salaberge et sa fille Anstrude, deux textes qui s’avèrent des tèmoins contemporains importants de deux phases de l’expansion carolingienne de la fin du VIIe et du VIIIe siècle; Bruno Judic s’interesse de près aux premières attestations, hagiographiques et autres, du culte de saint Grégoire le Grand sur le continent, une documentation qui conduit au monastère de Munster (Gregoriental) en Alsace dont le rôle aux VIIe/ VIIIe siècles apparaît sous une lumière nouvelle.
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