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Das Meer – unfassbar groß und gewaltig, gleichzeitig gefährlich und anziehend: Es ist eine ganz besondere Faszination, die viele Menschen immer wieder ans Meer zieht.
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<<< Titel 33 von 70 in der Kategorie »Beihefte der Francia - Herausgegeben vom Deutschen Historischen Institut Paris« >>>
296 S.
16,5 x 24 cm
Leinen mit SU
1998
Dieser Titel ist vergriffen - keine Nachauflage!
ISBN: 978-3-7995-7346-7
€ 39,88*


Knut Linsel
Charles de Gaulle und Deutschland
1914–1969
Beihefte der Francia, Bd. 44
Herausgegeben vom Deutschen Historischen Institut Paris

Charles de Gaulles Deutschlandpolitik lagen historische und politische Überlegungen zugrunde, die sich bis in die Zeit des Ersten Weltkrieges zurückverfolgen lassen. Der spätere General beschäftigte sich seit 1916, als er bei Verdun in deutsche Kriegsgefangenschaft geriet, näher mit der Vergangenheit Preußens und Deutschlands. Schrittweise erkannte er, daß Staat, Nation und Territorium im Falle der Deutschen nicht übereinstimmten und ermaß die äußeren Gefahren, die nicht nur für die deutsch-französischen Beziehungen, sondern für Europa insgesamt aus dieser traditionellen Besonderheit Deutschlands erwuchsen. Als Staatspräsident trug er diesem Grundzug der preußisch-deutschen Geschichte in seiner Deutschlandpolitik mit Erfolg Rechnung. Die Perspektive einer Annäherung beider Staaten und Völker sowie einer Zusammenarbeit ihrer Regierungen gehörte sowohl vor dem Zweiten Weltkrieg als auch nach de Gaulles Rückkehr an die Macht 1958 zu den genuinen Elementen seiner deutschlandpolitischen Gedankenbildung, ohne allerdings durchgängig zu dominieren. Dabei besaß er im Untersuchungszeitraum von 1914 bis 1969 kein konstantes Deutschlandbild, geschweige denn eine unveränderliche deutschlandpolitische Konzeption, und seine Vorstellungen über Deutschland stimmten mit der Realität nicht immer überein. 1963 regelte der deutsch-französische Vertrag unmittelbar nur die Beziehungen zwischen Frankreich und dem westdeutschen Teilstaat, aber er sollte in der Sicht des französischen Präsidenten auch die Außenpolitik eines künftigen Gesamtdeutschlands präjudizieren. Charles de Gaulles Deutschlandpolitik prägt deshalb bis heute das Verhältnis der beiden Nachbarstaaten.
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